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Geschichte/Zeitgeschichte

Anmeldung möglich Vortrag: Der Vorbeugekomplex der Staatssicherheit im Bezirk Suhl

(Hildburghausen, ab Do., 6.12.(2018), 19.30 Uhr )

Nach dem Volksaufstand des 17. Juni 1953, dem sogenannten "Tag X", befürchteten die Staatspartei SED und die Staatssicherheit der DDR neuerliche Aufstände. Den Aufruhr der eigenen Bevölkerung in inneren Spannungsperioden, aber auch im Fall der Mobilmachung im Kriegsfall, sollten detailliert ausgearbeitete Pläne verhindern. Eine wichtige Aufgabe der Staatssicherheit der DDR wären "Vorbeugemaßnahmen" gewesen: missliebige Bürger wären im Ernstfall rasch in bestimmten Gebäuden und Lagern vom Rest der Bevölkerung isoliert worden.

Der Vortrag beleuchtet den "Vorbeugekomplex" der Staatssicherheit anhand von Quellenfunden. Es wird auf die zu isolierende Personengruppe und die Orte der Isolierung und Internierung (ausländische Bürger wären im Mobilmachungsfall inhaftiert worden) im Bezirk Suhl eingegangen. Über die Bedeutung der sogenannten Kreis- und Bezirkseinsatzleitung und ihre Rolle in der "Mobilmachungsarbeit" wird ebenso informiert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem ThLA und der Kreisbibliothek Hildburghausen.

Anmeldung möglich Grenze und Gewalt in Südthüringen

(Hildburghausen, ab Do., 17.1.(2019), 19.30 Uhr )

Als Deutschland 1945 in vier Besatzungszonen aufgeteilt wurde, entstand zugleich eine provisorische Grenze zwischen der sowjetischen und der britischen und amerikanischen Besatzungszone: die sogenannte Demarkationslinie. Die Zuspitzung des Ost-West-Konflikts führte dazu, dass entlang der 1.300 Kilometer langen innerdeutschen Grenze ein verschärftes "Grenzregime" eingeführt wurde. Neben den dreifach gestaffelten Grenzanlagen wurden zudem Listen mit Namen erarbeitet, die (vermeintlich) "unzuverlässige" Personen enthielten, die umzusiedeln waren. Zwischen dem 5. und 8. Juni 1952 wurden in Nacht-und-Nebel-Aktionen in Thüringen insgesamt 3.754 Personen aus dem Grenzgebiet zur Bundesrepublik ins Landesinnere ausgesiedelt. Der Mauerbau und die folgenden Absperrmaßnahmen seit dem 13. August 1961 leiteten eine zweite erzwungene Aussiedlungswelle ein.

Der Vortrag geht auf die Entstehung des sogenannten "Grenzregimes" in Südthüringen ein, wobei vor allem der Hildburghäuser Raum beleuchtet wird. Es werden die Aussiedlungen 1952 und hier vor allem die Ereignisse in Streufdorf, als sich viele Einwohner des Dorfes gegen die Aussiedlung ihrer Nachbarn wehrten, betrachtet. Ebenso wird auf die geschliffenen Orte sowie auf die heutige Erinnerung an die ehemalige Grenze durch Deutschland eingegangen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem ThLA und der Kreisbibliothek Hildburghausen.

freie Plätze Vortrag: (Zu)Hören - Berichte aus dem Kinderheim auf der Heldburg

(Hildburghausen, ab Do., 14.3.(2019), 19.30 Uhr )

"Wie ein Märchenschloss..." wird die Veste Heldburg beschrieben. Das heutige Deutsche Burgenzentrum - nach aufwändiger Restaurierung ein architektonisches und geschichtsträchtiges Kleinod - beschweigt beharrlich einen Teil seiner jüngsten Geschichte: als Kinderheim und später Sonderschulheim der DDR-Jugendhilfe.
"Wenn ich meinen Kindern sage, dass ich auf einer Burg groß geworden bin, dann sagen sie immer, das muss doch schön gewesen sein. Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen, weil ich mich geschämt habe", sagte ein Mann, der einen Teil seiner Kindheit auf der Burg verbracht hat, in einem Gespräch. Erinnerungen ehemaliger Heimkinder weichen weit voneinander ab: Als "schönste Zeit meiner Kindheit" bezeichnet es eine Frau, die die Veste als normales Heim erlebt hat; "Das ist das Kinderheim des Schrecken, für alle, die es erlebt haben.", schreibt eine andere, die im Sonderschulheim untergebracht war.
Besonders jene, die die Veste als Ort von Demütigung, Misshandlung und Missbrauch kennen lernen mussten, pochen auf ein Zeichen der Anerkennung und des Respektes vor ihren Erinnerungen.
Manfred May schildert behutsam aber eindringlich die Erlebnisse ehemaliger Heimkinder und berichtet über einen Teil unserer Regionalgeschichte.
In historischer Atmosphäre präsentiert Ihnen Museumsleiter Heiko Haine verschiedene Tischgedecke. In einem spannenden Rundgang erfahren Sie alles Wissenswerte zur Tisch- und Esskultur der letzten 300 Jahre. Woher kommen unsere Tischsitten? Warum gab es am Hofe eine Giftprobe? Welche Aufgabe hatte ein Mundschenk?
Lassen Sie sich entführen in die Welt des festlichen Tafelzermoniells und ergründen Sie den Ursprung der heutigen Restaurantkultur.
Der ehemalige innerdeutsche Grenzübergang in Eisfeld ist für viele Bürgerinnen und Bürger nach wie vor ein prägnanter Ort der eigenen Lebensgeschichte. In einem Bild- und Filmreichen Vortrag blicken Sie gemeinsam mit Museumsleiter Heiko Haine zurück auf die Entwicklung der Grenzanlagen vom Bau bis hin zur Grenzöffnung 1989.

freie Plätze Vortrag: Schwererziehbar !? - Jugendwerkhöfe in Thüringen

(Eisfeld, ab Do., 14.11.(2019), 19.30 Uhr )

Das DDR-Regime bezeichnete sie als Eckensteher, Rowdys, Punks, Skinheads, Schulbummler oder Arbeitsverweigerer. Allgemeinhin fasste die Staatsführung diese Jugendlichen unter dem Begriff "schwererziehbar" zusammen. Mit diesem Makel passten die jungen Menschen nicht in das Gesellschaftsbild der DDR. Sie wurden in Jugendwerkhöfe eingewiesen, um nonkonforme Jugendliche durch Umerziehung an die Vorstellungen der DDR-Ideologie anzupassen.
Isabel Richter beschäftigte sich im Rahmen ihrer universitären Abschlussarbeit mit diesem Thema und arbeitete die Geschichte der Jugendwerkhöfe in Thüringen erstmals auf. Im Vortrag vermittelt die Referentin die gravierenden Unterschiede zwischen sozialistischer Erziehungstheorie und tatsächlicher, durch Gewalt und Unterdrückung geprägter Erziehungspraxis in den Heimen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kreisbibliothek Joseph Meyer Hildburghausen.

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Kontakt

Volkshochschule Joseph Meyer Hildburghausen

Obere Marktstraße 44
98646 Hildburghausen

Tel.: 03685 702085
Fax: 03685 709284
E-Mail: kvhs.hildburghausen@vhs-th.de

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Di:              13.00 - 14.30 Uhr

Do:             13.00 - 17.00 Uhr

 

 

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